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Altersvorsorge
Staatlich geförderte Vorsorgeprodukte:
- Rentenversicherung nach dem Riestermodell
- Rentenversicherung nach dem Rürupmodell
- betriebliche Altersvorsorge-Modelle
Staatlich nicht unmittelbar geförderte Vorsorgeprodukte:
- Private Renten- oder Lebensversicherung
- Sparpläne z.B. mit Investmentfonds.

Geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds bündeln das Kapital vieler Anleger und investieren es in größere Objekte. Investiert wird im In- und Ausland z.B. in Immobilien, Schiffe, Unternehmen, Solar- oder Windkraftobjekte oder in Infrastrukturprojekte. Die Anleger erwerben mit ihrem Einsatz Anteile an diesen Objekten und haben so die Möglichkeit, auch mit vergleichsweise geringen Beträgen (je nach Fonds z.B. ab 10.000 €) in attraktive Kapitalanlagen zu investieren.

Investmentfonds
Investiert wird, je nach Fonds, z.B. in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Unternehmensanleihen, Rohstoffen oder Immobilien im In- und Ausland. Über Auswahl und Zusammensetzung der Anlageobjekte entscheidet der Fondsmanager entsprechend den für jeden Fonds festgelegten Regeln.

Pfandbrief
Pfandbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere. Im Falle der Insolvenz eines Emittenten sind sie durch erstrangige Hypotheken oder Kredite an den öffentlichen Sektor besichert. Pfandbriefe können von allen Banken herausgegeben werden, sofern sie dafür eine Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstlei-stungsaufsicht (BaFin) erhalten haben.
Pfandbriefe sind Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren. Zum Ende der Laufzeit werden Pfandbriefe zu ihrem Nennwert eingelöst. Sie können jedoch auch während der Laufzeit an der Börse zum aktuellen Tageskurs vorzeitig verkauft werden. Liegt der Tageskurs unter dem Nennwert, so können beim vorzeitigen Verkauf Kursverluste entstehen.

Rohstoff-Fonds
Gold, Kupfer, Holz, Erdöl - Rohstoffe sind als Geldanlage für Privatanlegern zunehmend attraktiv.
Anleger, die an der Entwicklung der Rohstoffmärkte teilhaben wollen, kaufen am einfachsten Fondsanteile von Rohstoff-Fonds.
Die Fonds arbeiten mit unterschiedlichen Strategien. Rohstoff-Branchenfonds investieren überwiegend in Unternehmen, die Rohstoffe fördern oder abbauen. Dazu gehören z. B. Minengesellschaften oder Unternehmen, die Rohstoffe verarbeiten.
Rohstoff-Fonds können aber auch direkt in Derivate – also z. B. Optionen oder Terminkontrakte – an den Rohstoff- und Warenterminbörsen investieren.
Auch wenn die Nachfrage nach Rohstoffen voraussichtlich weiter steigen wird, eignen sich Rohstoff-Fonds jedoch nur als Beimischung für's Depot.

Thesaurierende Fonds
Bei thesaurierenden Investmentfonds, auch Thesaurierungsfonds genannt, werden die Erträge nicht ausgeschüttet, sondern verbleiben zur Wiederanlage im Fondsvermögen. Das Fondsmanagement verwendet die Erträge zum Erwerb weiterer Vermögenswerte. Das Gegenstück zu Thesaurierungsfonds sind Ausschüttungsfonds, bei denen Anleger in der Regel eine jährliche Ausschüttung erhalten. Der Preis des Investmentanteils verringert sich am Tag der Ausschüttung um diesen Betrag.

Für den Anleger liegt der Unterschied zwischen den Fondstypen zum einen darin, dass er sich bei thesaurierenden Fonds nicht um die Wiederanlage ausgeschütteter Erträge kümmern muss.
Dafür gibt es allerdings auch keine regelmäßigen Ertragszahlungen der Fondsgesellschaft. Zum anderen unterscheidet sich das Procedere bei der Besteuerung: Während die Kapitalertragsteuer bei einem ausschüttenden Fonds direkt von den Ausschüttungen einbehalten werden kann, werden von einem thesaurierenden Fonds die Steuerzahlungen für die im Jahr angefallenen Erträge vom Fondsvermögen abgezogen und an das Finanzamt überwiesen.
Anleger, die einen Freistellungsauftrag gestellt haben, bekommen für ihre Zinserträge die zu viel gezahlten Steuer erstattet. Der Steuerabzug auf thesaurierte Dividenden kann im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.